„Integration durch Sport“ – wir sind Teil des Programms

Warum Sport ein wichtiges „Medium“ der Integration ist

 

Sport kann ein wesentlicher Integrationsmotor und „Schmelztiegel“ für die einheimische und zugewanderte Bevölkerung sein. Beim Sport begegnet man sich viel mehr auf Augenhöhe, als in vielen anderen Situationen, bei denen etwa die Sprache im Vordergrund steht. Kommunikation und Freundschaften entstehen natürlicher und schneller. Die gemeinsame Sache „Sport“ wird zusammen erlebt und geteilt. Dieses große Integrationspotential des Sports muss jedoch gezielt aktiviert werden, denn Integration passiert auch im Sport nicht automatisch. Der Deutsche Olympische Sportbund tut dies mit seinem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ (https://integration.dosb.de/). Bereits seit mehr als 25 Jahren wird das, vom Bundeministerium des Innern geförderte, Programm vom DOSB gemeinsam mit den Landessportbünden umgesetzt.

 

Integration ist also schon seit langem ein Thema des Sports und hat mit den großen Fluchtbewegungen noch mehr an Bedeutung gewonnen. Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen der Arbeit im Bundesprogramm „Integration durch Sport“ hat der LSB NRW das langfristige Handlungskonzept „Von der Willkommenskultur zur Integration“ (https://www.lsb.nrw/unsere-themen/integration-inklusion-und-fluechtlinge/) aufgelegt, um auf die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen der hohen Flüchtlingszahlen angemessen reagieren zu können. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist die Einrichtung von Fachkraftstellen „Integration durch Sport“ in den Stadt- und Kreissportbünden sowie ausgewählten Fachverbänden.

 

Warum ist Integration dem WHV wichtig?

 

Die Gründe für Integration im WHV sind ganz einfach: sie braucht uns und wir sie. Die heutige Gesellschaft in NRW besteht bereits zu einem großen Anteil (ca. 25%) aus Menschen mit Migrationshintergrund. Hinzu kommt die gesellschaftliche Veränderung der letzten Jahre durch den gewaltigen Zuzug an Menschen, für die NRW ein Zufluchtsort wurde. Der WHV als Spitzenverband des Handballs in NRW sieht sich in der Verantwortung, gemeinsam mit den Partnern aus Sport und Kommunen diesen Menschen die Integration in unsere Gesellschaft zu erleichtern.

 

Gleichzeitig ist eine aktive Einbindung der neuen Gesellschaft in das Vereinsleben eine Chance für Handball, von dieser Entwicklung zu profitieren. Wenn wir uns gegenüber anderen Kulturen nicht öffnen, geht uns ein Teil potenzieller Mitglieder verloren, der zur Zukunftssicherung mit beitragen kann. Öffnen wir uns ihr, so kommt es der Gesellschaft aber auch dem Handball auf lange Sicht zugute.

 

Grundgedanke der Integration ist also

diese nicht einzig als einseitige Unterstützung oder gar Bürde zu verstehen, sondern als eine Notwendigkeit, den gesellschaftlichen Wandel zu akzeptieren und diese Veränderung aktiv mitzugestalten. Als eine Aufgabe von der alle profitieren. Als Bereicherung. Als Beitrag zur Gesellschaft die funktioniert.

 

Was genau bedeutet interkulturelle Öffnung?

 

Der erste Schritt ist vor allem ein Willkommenszeichen zu setzen. Es reicht jedoch oft nicht, gegenüber anderen Kulturen offen zu sein und sie zu akzeptieren. Es ist wichtig zu erkennen, dass Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete vielfach keine Zielgruppe ist, die von sich aus auf einen Handballverein zugehen wird. Der Integrationsprozess ist ein langfristiger Weg, bei dem es ganz eigene Herausforderungen zu meistern gilt. In einem Verein aktiv zu werden, ist kein selbstverständlicher Teil davon. Während sich die Vereine als öffentliche und offene Institutionen sehen, erscheinen sie aus der Sicht von Migranten möglicherweise als fremde, unerreichbare, ja geschlossene Gemeinschaften. Insbesondere dann, wenn nicht nur der Vereinssport, wie er in Deutschland organisiert ist, unbekannt ist, sondern auch Handball in vielen Herkunftsländern keine Rolle spielt. Die Zielgruppe aktiv einzubinden, macht sie daher oft nicht nur erst auf die Möglichkeiten des Vereinssports aufmerksam, sondern öffnet ihr ganz neue Wege in die Integration. Hatte sie vorher nur wenige „Schnittpunkte“ mit deutscher Kultur, so entstehen mit Teilnahme und Teilhabe am Vereinsleben plötzlich gemeinsame Hobbies, Freundschaften und Projekte.

 

Wie wollen wir Integration leben?

 

Es gibt einige Handballvereine zu denen Sportlerinnen und Sportler verschiedener Nationalitäten einfach „hinzugekommen“ sind. Doch was wenn das nicht der Fall ist? Ein Verein sollte sich in seinem Umfeld umschauen. Gibt es dort vielleicht eine Schule mit hohem Migrantenanteil, oder sogar ein Flüchtlingsheim. Es ist wichtig dass sie einen Ansprechpartner finden. Vernetzung, Kooperation und Kommunikation der Vereine ist an dieser Stelle sehr gefragt. Wissen beispielsweise die Kommunen, dass ein Verein sich für die Integration engagieren möchte, geben sie weiterführende Informationen und Unterstützung. Hat man die Zielgruppe einmal erreicht, so gilt es sie zu ermutigen mitzumachen, ob in Form von Flyern oder im Idealfall persönlicher Ansprache und Einladungen. Auch wenn wir Talente im Wettkampf-Handball fördern wollen, der Weg zu ihnen führt oft über Breitensport. Niederschwellige Sportangebote verhelfen zur gezielten Integration und Bereicherung auf allen Ebenen des Handballs.

 

Unsere Ziele:

 

Unsere Maßnahmen/Wir bieten:

 

 

Hier entsteht in Kürze ein Portal zu aktuellen Infos und Themen der Integration im Handball.

Jeder Verein wird die Möglichkeit haben, seine Erfahrungen oder Projekte zu teilen oder Projektpartner zu finden.

Wir freuen uns auf Ihre Mitgestaltung!

 

Unsere Fachkraft für Integration steht Ihnen bei Fragen gern zur Seite:

Sophia Zaitseva, Referentin „Integration durch Sport“

Tel. 0152-04839474

E-Mail: